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Gaming PC

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Kaufberatung Gaming-PC

 

1. Welche Gaming PC Hersteller und Produktreihen gibt es?

Wenn Sie einen Gaming-PC wollen, dann reicht ein Standard-Office-PC nicht aus. Denn Spiele haben besondere Anforderungen an die Leistung des Computers, wenn sie flüssig laufen sollen und Sie diese in voller Auflösung erleben möchten. Auch das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten (Prozessor, Arbeitsspeicher, Grafikkarte etc.) muss passen.

Auf Gaming-PCs spezialisiert hat sich MSI. Asus und Acer haben mit Asus ROG und Acer Predator jeweils eine Produktreihe für Gamer. Hyrican bietet gleich mehrere Serien an Gaming-PCs. Und Hersteller wie Medion, HP und Lenovo, die eigentlich für ihre Office-PCs bekannt sind, bieten inzwischen auch Produktreihen speziell für Gamer an.

Hersteller Produktreihe
MSI  MSI Aegis, MSI Vortex 
Asus  ROG 
Acer  Predator 
Hyrican  Elegance, Military Gaming, Cyber Gamer, MSI Dragon Edition 
Medion  Erazer 
HP  Omen 
Lenovo  Legion 
Dell  Alienware 

Dabei sind die Unterschiede der einzelnen Produktreihen meist relativ gering, denn natürlich greifen alle Hersteller auf vergleichbare Komponenten zurück.

 

2. Welche Ausstattung braucht ein Gaming PC?

Der Prozessor: Intel oder AMD?

Die große Frage, die sich Gamer stellen, ist: Intel oder AMD? Die beiden Hersteller konkurrieren bei den Prozessoren. Bei Intel sind die Core i5-, Core i7- und Core i9-Prozessoren für Gaming-PCs interessant, die schwächeren i3-Chips bringen für aktuelle Spiele-Highlights nicht genügend Leistung. Bei AMD sind es die Ryzen 5 und die Ryzen 7 Prozessoren, die im Gaming-Bereich eine Rolle spielen.

AMD hat bei der Leistung deutlich zu Intel aufgeschlossen, liegt in Benchmarks nur noch knapp hinter Intel. Hinzu kommt, dass die AMD-Chips meist etwas günstiger sind. Prozessoren von Intel hingegen glänzen durch den niedrigeren Stromverbrauch und die etwas höhere Leistung. Wenn Sie ein knappes Budget haben, schauen Sie nach Rechnern, die nicht die aktuellste Prozessor-Generation, sondern einen Vorgänger verbaut haben. Bei Intel wären das diejenigen, bei denen die vierstellige Zahl mit 7 beginnt, also beispielsweise der i7-7700. Bei AMD sind die Vorgänger der aktuellen Ryzen-Serie solche der 1000 und 2000er-Generation.

 

Welche Grafikkarte für den Gaming PC?

Auch bei den Grafikkarten stehen sich zwei Konkurrenten gegenüber: Erneut AMD sowie Nvidia. Wir empfehlen für Gaming-PCs, bei der Grafikkarte mindestens auf eine Nvidia GTX 1070 oder eine AMD Radeon R9 oder RX zu setzen. Zwar laufen die meisten Spiele auch mit schwächeren GPUs, allerdings müssen Sie dabei Einschränkungen in Bezug auf Grafikeinstellungen, Auflösung und Bildrate in Kauf nehmen. Andererseits ist eine Nvidia RTX 2080 oder 2080 Ti nur in High-End-Rechnern sinnvoll, bei denen auch die restliche Hardware entsprechend leistungsstark ist, beispielsweise in Kombination mit einem Intel i7-9700 oder i9-9900 Prozessor und mindestens 16 GB RAM.

Nvidia Grafikkarten im Vergleich
  RTX 2080 TI RTX 1080 TI RTX 2080
Transistoren (in Millionen)  18600  12000  13600
Basistakt (MHz)  1350  1480  1515
Boosttaktung (MHz) 1635  1582 1710
Speichertakt (MHz)  14000 11000  14000
Standard Speicherkonfiguration  11 GB DDR6 11 GB DDR5  11 GB DDR6
Leistungsaufnahme (Watt)  260 W  250 W  215 W 
Gigaflops  13448 11470  10070 
Pixelrate  (Gigapixel/s) 118,8  130,2  96,9
Preis ab  1050,- Euro  899,- Euro  650,- Euro 
 

Wieviel RAM sollte ein Gamer PC?

Der Arbeitsspeicher sorgt dafür, dass Daten schnell zur Verfügung stehen. Ist er voll, werden diese Daten auf die Festplatte ausgelagert und das System läuft weniger flüssig. Deshalb ist gerade für Spiele ausreichend Arbeitsspeicher wichtig. Beim Arbeitsspeicher bewegen wir uns im Gaming-Bereich zwischen 8 und 16 GB. Unter 8 GB laufen Spiele nicht ruckelfrei oder gar nicht, mehr als 32 GB ist selbst für ressourcenhungrige Spiele derzeit nicht nötig.

 

3. Preis – was kostet ein Gaming-PC?

Gaming-PCs bis 400,- Euro

Wer gerne Browserspiele spielt oder auf ältere Games wie Sims 2, Sacred oder Oblivion setzt, kommt auch mit einem relativ günstigen Einsteiger-PC aus. Hier ist es nicht notwendig in Kategorien für Gaming-PCs Ausschau zu halten. Eine gute Variante wäre hier bereits der Lenovo IdeaCentre 310S-08ASR 90G9007VGE. In dieser Preisklasse sollten Sie jedoch nicht in der Kategorie Gaming-PCs suchen, sondern eher unter den Allround- oder Office-PCs.

Eine Alternative wäre auch, Ihren alten Gaming-PC aufzurüsten. Sie können nach und nach einzelne Komponenten tauschen, jedoch achten Sie hier darauf, dass alle Teile weiterhin miteinander kompatibel sind. Teile wie beispielsweise ein DVD-Laufwerk müssen Sie nicht erneuern, wenn es noch funktioniert.

 

Gaming-PCs bis 500,- Euro

In der Preisklasse unter 500,- Euro werden Sie bei HP fündig, und zwar mit dem HP 285 G3 3VA14EA. Allerdings gilt auch hier: Für aktuelle Spiele reicht die Leistung nicht ganz aus, ältere Games lassen sich darauf jedoch noch spielen. Eine Alternative zu einem Gaming-PC bis 500,- Euro wäre eine Konsole wie die PlayStation 4, die PlayStation 4 Pro oder die Xbox One. Auf den Spielekonsolen können Sie auch aktuelle Titel flüssig und mit hohen Grafikeinstellungen spielen.

 

Gaming-PCs bis 800,- Euro

Preislich geht es bei richtigen Gaming-PCs für aktuelle Spiele bei rund 750,- Euro los – darunter sollten Sie bei neuen Geräten nicht gehen, da leistungsschwächere Rechner das Spielvergnügen deutlich trüben. Hier macht der Medion Akoya P66046 eine gute Figur, da er ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet. Auch aktuelle Spiele sind mit diesem Rechner möglich, wenngleich Sie nicht alle Videospiele mit hohen Einstellungen komplett ruckelfrei spielen können.

 

Gaming-PCs bis 1000,- Euro

In der Gaming-Mittelklasse setzen wir auf einen i5 Prozessor wie den i5-9400 sowie die Nvidia GTX 1060. Dazu kommen 16 GB RAM. Zu finden ist das beispielsweise im HP Pavilion 690-0507ng 4MX35EA Tower PC, der zudem mit 128 Gigabyte SSD und großer 1 Terabyte Festplatte ausgestattet ist.


Für etwas mehr Leistung sollten Sie zu einem Gaming-PC der Mittelklasse wie beispielsweise dem Hyrican Military Gaming 6366 Tower-PC greifen. Er hat eine fixere Grafikkarte und größeren SSD-Speicher.

 

Gaming-PCs über 1.000,- Euro

Wenn Sie Spiele in hohen Einstellungen sowie mit hoher Auflösung und Bildwiederholungsrate spielen möchten, benötigen Sie eine entsprechend leistungsstarke Ausstattung. Ein guter Gaming-PC knapp über der 1000-Euro-Marke ist der Hyrican Military Gaming 5742 Tower-PC. Er arbeitet mit einem Core i7-8700-Prozessor und einer Nvidia GTX 1080 Grafikkarte mit 8 Gigabyte eigenem Arbeitsspeicher.


Eine flotte Alternative kommt mit dem aus dem Hyrican Military Gaming 6398 Tower PC gleichen Haus. Darin rechnet ein AMD Ryzen 5 3600. Für die Grafik ist auch hier eine Nvidia GTX 1080 mit 8 Gigabyte eigenem Arbeitsspeicher verantwortlich. Beide Rechner haben zudem 16 Gigabyte RAM auf der Hauptplatine.


Eine Schippe drauf legt Medion mit dem ERAZER X87019 (MD 34342) Tower PC. Er ist mit Core i9-9900K Prozessor und Nvidia GeForce RTX 2080 Ti mit 11.0 Gigabyte RAM ausgestattet. Hierauf laufen moderne Spiele flüssig auch bei maximalen Einstellungen, hoher Auflösung und hoher Bildwiederholrate. Für diesen Gaming-PC müssen Sie aber schon etwas tiefer in die Tasche greifen.


Wenn Geld keine große Rolle spielt und Sie absolut kompromisslos spielen und zudem excellent für die Zukunft gerüstet sein wollen, können Sie zu einem Acer Predator Orion 9000 DG.E0PEG.165 Tower-PC greifen. In ihm stecken ein Core i9-9900X-Prozessor, zwei Grafikkarten des Typs GeForce RTX 2080 Ti, beide mit 11 Gigabyte RAM, eine ein Terabyte große SSD sowie eine vier Terabyte große Festplatte. Diese Gaming-Rakete kostet aber auch gut 7500 Euro..

 

4. Mindestanforderungen aktueller Spiele

  spielbar problemlos spielbar
Anthem Core i5 3570, GeForce GTX 760 Core i7-4790, GeForce GTX 1060
Far Cry: New dawn Core i7-4790,GeForce GTX 970  Core i7-6700, GeForce GTX 1070
Crackdown 3 Core i5-3470, GeForce GTX 750 Ti  Core i5-4690, GeForce GTX 970
Fallout 76 Core i5-6600K, GeForce GTX 780  Core i7-4790, GeForce GTX 970 
Call of Duty: Black Ops 4 Core i5-2500K, GeForce GTX 970 Core i7-8700K, GeForce GTX 1080

Beachten Sie beim Kauf eines neuen Gaming-PCs auch immer die Entwicklung der Spiele Industrie. Ein Gaming-PC auf dem heute alle Spiele ruckelfrei laufen kann in einem Jahr schon veraltet sein. Wer auf ein zukunftssicheres System setzen, aber auch seinen Geldbeutel schonen will, sollte sich im Bereich der Oberklasse Gaming-PCs umsehen. Somit haben Sie gute Hardware, auf der die nächsten Jahre alle Spiele laufen sollten, sparen sich aber die teils extrem höheren Preise im High-End Bereich, bei dem die Hardware teilweise nur geringe Leistungssteigerungen bringt.


Finanzierungsmöglichkeiten für Gaming-PCs: Für einen Gaming-PC muss man tiefer in die Tasche greifen als für einen einfachen Office-Computer. Interessant sind daher die Angebote zur Finanzierung. Computeruniverse bietet für die Finanzierung eines Gaming-PCs Laufzeiten von sechs bis zu 72 Monaten. Optimal sind Laufzeiten von sechs oder 12 Monaten, da Sie so von einer Null-Prozent-Finanzierung profitieren.

Virtual Reality für den Gaming PC der Zukunft?

Virtual Reality, oder abgekürzt VR, ist einer der aktuellen Trends. Immer mehr Spiele nutzen die virtuelle Realität, um ein ganzheitliches Spiele-Erlebnis zu schaffen. Neben einem entsprechend ausgerüsteten PC ist auch ein VR-Brille wie beispielsweise die Oculus Rift oder die HTC Vive erforderlich. Die Mindestanforderungen an den PC sind für die Oculus Rift die folgenden:

  • Grafikkarte: Nvidia 970/AMD 290 – empfohlen: GTX 1060/AMD Radeon RX 480
  • Prozessor: Intel i3-6100/AMD FX4350 – empfohlen: Intel i5-4590
  • Arbeitsspeicher: 8 GB
  • HDMI: ein freier HDMI 1.3-Port
  • USB: 1x USB 3.0, 2x USB 2.0 – empfohlen: 3x USB 3.0, 1x USB 2.0
 

5. Gaming-PCs im Vergleich

Wie sind die oben vorgestellten Rechner ausgestattet? Für die schnelle Übersicht werfen Sie einen Blick auf die untenstehende Tabelle.

  Einsteiger: Lenovo IdeaCentre 310S-08ASR 90G9007VGE Tower-PC Mittelklasse: Medion Akoya P66046-10022653 Mini-PC Oberklasse: Hyrican Military Gaming 6366 Tower-PC High End-Gaming-PC: MEDION ERAZER X87019 (MD 34342) Tower-PC Nonplusultra: Acer Predator Orion 9000 DG.E0PEG.165 Tower-PC
Betriebssystem Windows 10  Windows 10  Windows 10  Windows 10  Windows 10 
Prozessor  AMD A9-9425 2x 3.10 GHz Intel Core™ i5-8400 6x 2.80 GHz Intel Core i5-9400F 6x 2.90 GHz ntel Core i9-9900K 8x 3.60 GHz Intel Core i9-9900X 18x 3.00 GHz
Arbeitsspeicher  8 GB  8 GB  16 GB  16 GB  64 GB 
Grafikkarte  AMD Radeon R5 Shared Memory NVIDIA GeForce GTX 1050Ti 4.0 GB NVIDIA GeForce GTX 1660 Ti 6.0 GB NVIDIA GeForce RTX 2080 Ti 11.0 GB 2 x NVIDIA GeForce RTX 2080 Ti 11.0 GB
Speicher  2 TB HDD 128 GB SSD, 1 TB HDD 480 GB SSD, 1 TB HDD 512 GB SSD 1 GB TB, 4 TB HDD
Preis  €397,-  €649,-  €994,-  €2534,-  €7586,- 

 

 

6. Gaming-PC als Komplettpaket kaufen?

Ein guter PC alleine reicht für das perfekte Spiele-Erlebnis nicht aus. Deshalb werden häufig Komplettsysteme bestehend aus PC, Monitor, Tastatur und Maus angeboten. Das hat den Vorteil, dass optisch alles zusammenpasst und dass Sie bei einem neuen Computer keine Probleme mit der Kompatibilität mit älteren Geräten haben. Oft sind diese Bundles auch günstiger, als wenn Sie jede Komponente einzeln kaufen würden.

Der Nachteil bei Komplett-Sets ist, dass Sie auf die jeweilige Zusammenstellung angewiesen sind und die Komponenten nehmen müssen, die angeboten werden – auch wenn Sie vielleicht ein Element des Sets gar nicht brauchen oder wenn Ihnen eines nicht zusagt.

Alternativ können Sie auch selbst ein Set aus den benötigten Komponenten zusammenstellen. Für den Fall, dass Sie das tun, beachten Sie bitte, dass der Monitor und die Grafikkarte zusammenpassen. Wenn Ihr Monitor eine der Technologien FreeSync oder G Sync unterstützt, muss die Grafikkarte dazu passen. Bei FreeSync und G Sync handelt es sich um Technologien, die dafür sorgen, dass Monitor und Grafikkarte synchron arbeiten und es nicht zu Lags oder Stottern kommt. FreeSync ist der Standard, der von AMD-Grafikkarten unterstützt wird. Nvidia hingegen setzt auf G Sync.

 

7. Welches Zubehör für Gaming PC?

Wenn Sie Ihr Spielerlebnis – und vielleicht auch Ihre Leistung in Spielen – optimieren möchten, so gibt es Zubehör, das beim Feintuning hilft. Angefangen bei einem guten Gaming-Monitor, der eine schnelle Reaktionszeit und mindestens Full HD-Auflösung haben sollte, bis hin zu Eingabegeräten wie Maus und Tastatur.

 

Die richtige Gaming-Maus finden

Für präzise Eingaben ist die Maus entscheidend. Überlegen Sie vor dem Kauf, welche Anforderungen Sie an die Maus haben: Möchten Sie programmierbare Tasten oder gar Makrofunktionen? Soll die Maus kabellos oder mit Kabel sein? Bei einer ergonomischen Maus müssen Sie als Linkshänder darauf achten, dass die Maus auch für Sie geeignet ist. Razer hat eine ganze Serie mit Mäusen für Linkshänder herausgebracht.

Für schnelle Spiele mit hohen Bildraten ist eine LED-Maus besser geeignet als eine Laser-Maus. Das spielt allerdings nur für Pro-Gamer eine Rolle. Für die meisten Gelegenheitsspieler ist die Frage, ob LED oder Laser, zweitrangig. Hingegen spielen die DPI (Dots per Inch, Punkte pro Inch) eine Rolle: Je höher die DPI-Zahl, desto mehr Bildpunkte tastet eine Maus ab und desto sensibler reagiert sie auf Bewegungen. Bei vielen Mäusen können Sie die DPI einstellen.

 

Die richtige Gaming-Tastatur finden

Viele Gamer setzen auf mechanische Tastaturen, da die Eingabe präziser ist und die mechanischen Tasten haltbarer sind. Im Fall der Fälle lassen sich einzelne Tasten leicht austauschen. Mechanische Tastaturen sind jedoch etwas teurer und lauter und kommen oft mit weniger Extras als herkömmliche Tastaturen. Besonders in MMOs und MOBAs werden gerne Makros genutzt. Wenn Sie diese Art von Videospielen spielen wollen, achten Sie beim Kauf einer Tastatur darauf, ob Makros programmierbar sind. Je nachdem, wo Sie spielen und wie dort die Beleuchtung ist, können auch beleuchtete Tasten sinnvoll sein.

 

Wasserkühlung – wann ist sie nötig?

Eine Custom Wasserkühlung sieht toll aus, ist aber auch ein teures Vergnügen. Wenn Sie Ihren Gaming-PC nicht übertakten wollen, ist eine Wasserkühlung lediglich ein nettes Gimmick. Gehen Sie jedoch gerne mal ans Limit von Prozessor und Grafikkarte, kann eine Wasserkühlung sinnvoll sein. Sie ist zwar teurer als die Luftkühlung, kühlt jedoch besser und ist meistens auch etwas leiser. Für weniger versierte Nutzer ist eine All-in-One-Lösung wie die be quiet! Silent Loop Komplett-Wasserkühlung besser geeignet als ein Custom Wasserkühlungs-Kit wie das Thermaltake Pacific RL.

 

8. Der Wunsch-Rechner – Gaming-PC selbst zusammenstellen

Wenn Sie Ihren Gaming-PC selbst zusammenstellen wollen, hat das den Vorteil, dass Sie die Komponenten exakt auf Ihre Bedürfnisse und Anforderungen abstimmen können. In der Regel kommen Sie etwas günstiger weg, wenn Sie Ihren neuen Spiele-Rechner selbst zusammenstellen und auch zusammenbauen statt einen PC von der Stange zu kaufen. Allerdings ist das nur ratsam, wenn ein gewisses Grundwissen vorhanden ist, denn es gilt einiges zu beachten:

 

Passen die Komponenten zusammen?

Der wichtigste Punkt, auf den Sie achten müssen, ist die Kompatibilität der einzelnen Komponenten. So muss beispielsweise der Prozessor auch auf das gewünschte Mainboard passen, achten Sie hierbei auf den Sockel. Schauen Sie beim Arbeitsspeicher auch darauf, dass das Mainboard moderne DDR4 Speichermodule unterstützt. Denken Sie an ein ausreichend dimensioniertes Netzteil – eine Komponente, bei der Sie nicht den Rotstift ansetzen sollten. Gute Netzteile erkennen Sie an der Bezeichnung „80-PLUS“ dies bedeutet das sie einen Wirkungsgrad von 80% oder höher aufweisen.

 

Tipp: Das passende Netzteil finden

Wie stark Ihr Netzteil sein muss, können Sie berechnen. Dazu benötigen Sie die TDP (Thermal Design Power) von Grafikkarte und Prozessor. Sie finden diese Angaben auf der Verpackung oder in den technischen Daten der Grafikkarte bzw. des Prozessors. Diese beiden Werte addieren Sie. Zusätzlich addieren Sie die Werte für die Leistungsaufnahme der weiteren Komponenten. Grobe Richtwerte hierfür sind die folgenden:

  • Mainboard – 25 Watt
  • Arbeitsspeicher – 6 Watt
  • Festplatte – 10 Watt
  • SSD – 2 Watt
  • Optisches Laufwerk (CD/DVD-Brenner) – 7 Watt

Das Ergebnis ist kein genauer Wert, sondern stellt nur einen Richtwert dar, an dem Sie sich orientieren können. Alternativ gibt es auch Online-Netzteil-Rechner (netzteilrechner.de), mit denen Sie die Leistung ausrechnen können, die Ihr Netzteil benötigt.

Ebenfalls wichtig: die Gehäuse-Kühlung. Je leistungsstärker die Komponenten sind, die Sie verbauen wollen, desto mehr Kühlung wird benötigt. Ist der Lüfter im Lieferumfang des Prozessors enthalten, können Sie dies an der Bezeichnung „Boxed“ erkennen. Falls der Lüfter nicht beim Prozessor dabei ist, benötigen Sie einen separaten Lüfter.

Oft vergessen: Achten Sie auch darauf, dass das Mainboard ins Gehäuse passt! Falls Sie vorhaben, das System bei Gelegenheit aufzurüsten, achten Sie darauf, dass auf dem Mainboard genügend Platz für weitere RAM-Riegel vorhanden ist und wie viel Arbeitsspeicher das Mainboard maximal unterstützt.

 

9. Fazit: Selbst zusammenbauen oder fertigen Gaming-PC kaufen?

Auch wenn fertige PCs etwas teurer sind: Sie können davon ausgehen, dass alle Komponenten miteinander kompatibel sind. Mit Hilfe der Produktfilter können Sie einfach und schnell die Gaming-PCs auswählen, die Ihren Vorstellungen am nächsten kommen. Außerdem sparen Sie sehr viel Zeit, die Sie für die Recherche und den Zusammenbau der einzelnen Bauteile benötigen. Wenn’s etwas günstiger sein soll und Sie einen PC ganz nach Ihren Vorstellungen möchten, dann ist selbst bauen durchaus eine Alternative – vorausgesetzt natürlich, Sie bringen das notwendige Know-how mit.

 
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